Die Brühlmühle Um 1709 gehörte zur Mühle "ein Mahl- und ein Gerbgang, dann die Seegmühl, 4 Morgen Äcker und 1 Tagwerk Wiesen Eigens". Es war also damals schon ein Sägewerk vorhanden, dass noch bis nach dem Krieg betrieben wurde. Zuletzt konnten die Bauern dort noch ihr Getreide schroten lassen. Eintrag aus dem Kirchenbuch von 1797 über den Brühlmüller: "er ertrank am 20. Juni 1797 nachmittags um 5 Uhr, als unter einem schrecklichen Gewitter das Wasser mit einer von den ältesten Greisen nie gesehenen Breite, Stärke und Gefälligkeit durch das Dorf strömte, wobei ein Haus schier weggerissen wurde, auf seiner Mühle, wo er in der Radstube unter einem großen Rade den Tod fand, bei außerordentlich starker Versammlung beerdigt." Um 1650 wurde die Brühlmühle so beschrieben: "Dionisius Voltz, Zimmermann, hat die Brühlmühl, so ein Mahl und 1 Gerbgang. Lehenherr der Organist. So er dem Tonheuser abkauft. Gibt Gült 2 Gulden an Geld und 2 Hühner. Darein gehört 1 Tagwerk Beundt und sunst nichts. An eigenen Äckern 4 Morgen, an Wiesen 1 Tagwerk. Mehr ein halbe Laib am Harter Holz so eigen, mehr ¼ Eigen Krautgarten. Zu schneiden mit Winterbau 1 ½ Morgen, Sommerbau 1 ½ Morgen. An eigenem Vieh 2 Kühe, 2 Raupen, 2 Kälber, 2 Immen. Schuldig ist er 50 Gulden in Bürgschaft gegen Jeremias Karger." (Staatsarchiv Nürnberg, Bestand Rentamt Rothenburg Nr. 687)
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Quelle: Text und Bild: Wettringen - Häuser und Höfe, von Georg Schmidt, Schneider Druck GmbH, Rothenburg o.d.T. Zeichnung Wasserbau: Unterlagen Irene Lang