Die Fuchsmühle Erstmalig wird die Fuchsmühle 1447 im Zuge eines Rechtsstreits mit dem damaligen Müller Seitz Weiglein genannt, doch möglicherweise war sie zu diesem Zeitpunkt bereits 100 Jahre alt. Jedenfalls geben die Archivalien im Stadtarchiv Rothenburg durch Heirats- und Sterbeurkunden oder dokumentierte Streitfälle Auskunft über das Leben der Fuchsmüller in einem Zeitraum von mehr als 500 Jahren. Im heutigen Zustand und in ihrer technischen Ausstattung zeigt die Anlage die Entwicklung der Getreidemühlen vom Mittelalter bin in die Zeit um 1970 auf. Sie besitzt seit 1906 ein mittelschlächtiges Wasserrad aus Holz, ein sogenanntes Zuppingerrad, mit einem Durchmesser von 5,30 m und einer Leistung von 8,8 PS. Ursprünglich verfügte sie über 3 Wasserräder, von denen jeweils ein Rad einen Mahlgang über ein direktes Winkelgetriebe in Gang setzte. Die Mühle, 1970 modernisiert, wurde bis zur Stilllegung 1989 als sogenannte Rückschüttmühle betrieben. Die verschiedenen Arbeitsgänge sind jeweils unterschiedlichen Etagen zugeordnet. Im UG befindet sich das Getriebe mit der Transmission zur Kraftverteilung. Im 1. OG ist der sogenannte Mahlboden mit den Walzenstühlen für die Roggen- und die Weizenmüllerei. Das 2, OG wird Sackboden genannt, dort werden in großen Mischbehältern die verschiedenen Mehrtypen zusammengestellt und verkaufsfertig in Säcke gefüllt. Im 3. OG ist der Sichterboden mit den Plansichtern zum Aussieben der Mahlprodukte: Kleie, Grieß, Feingrieß und Mehl. Die Fuchsmühle war bis 1989 in Betrieb und damit die letzte produzierende Mühle im Rothenburger Stadtgebiet. Heute dient die Fuchsmühle u.a. als Wohnhaus. Das Mühlrad ist seit Januar 2010 wieder funktionstüchtig und erzeugt den hauseigenen Strom.. "Die Fuchsmühle hat an Gebäuden 1 Mühlbau, 1 Scheune, 1 Stallung. Der Mühlbau ist alt und hat das Dachwerk die eine Seitenwand hinausgeschoben, dass solche mit Pfeilern versehen werden müssen, und alle wieder in gutem Stand stehet; hat 3 Mahl und 1 Gerbgang, einen guten steinernen Waßer-Bau und guth Gefäll, das Wehr hat er mit dem Rödermüller zu erhalten, das Birth ist schlecht, hingegen das Räderwerck guth."
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