Die Herrnmühle Die Herrnmühle war eine bäuerliche Getreide-Öl und Lohmühle. Ihre erste urkundliche Erwähnung findet sich bereits vor 1340 in einer Benennung als "Hagermühle". Eine erste Erweiterung erfuhr sie durch die Errichtung einer Ölmühle. 1550 folgte die Installierung einer Lohmühle, die mit ihren Stampfwerken Eichenrinde zu Gerberlohe zermalmte. Um 1900 wurde die Mühlentechnik modernisiert, Walzenstühle ersetzten die Steinmahlwerke und ein einziges Wasserrad in seiner heutigen Größe bewegte die Mühlentechnik. Als Getreidemühle war sie noch bis 1970 in Betrieb. Im Jahr 1991 wurde das vorhandene mittelschlächtige Wasserrad zur Stromerzeugung umgebaut. Die Herrnmühle wird heute als Wohnhaus und Pension mit Gästezimmern genutzt. Ihre Nachbarschaft zur Kobolzeller Kirche auf der anderen Fluss-Seite und ihre Lage direkt unter der Stadt, hoch "ob der Tauber", sind ein Kennzeichen Rothenburgs. Die Herrnmühle gehörte zum Besitz des Deutschen Ordens und der Stadt Rothenburg, zeitweise aber auch den Gerbern der Stadt. Das heutige Erscheinungsbild der Herrnmühle zeigt den Bau von 1760 und die typische Zweiteilung in Mühlen- und Wohnteil unter einem Dach. "Der Mühbau ist sehr schlecht im Dachwerk ... und kann nimmer repariert werden, ... als man breche solches völlig ab, hat 4 Mahl und 1 Gerbgang" (Mühlenbeschreibung von 1710)
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