Die Roßmühle Die Roßmühle war eine städtische Getreidemühle, errichtet 1516/18 von dem Creglinger Steinmetzen Lorent Miller und dem Rothenburger Zimmermeister Hans Gunzenhäuser. Die technische Anlage plante vermutlich der Müller Peter Schemel, der bereits vorher eine Roßmühle in der Reichstadt Windsheim errichtet hatte. Ihre vier Mahlgänge und ein Gerbgang wurden durch 16 Pferde angetrieben. Um 1800 hat man dieses Mühlensystem stillgelegt und zunächst die Mühlentechnik modernisiert. Sie wurde 1865 ausgebaut. Am 22. November 1952 brannte das Gebäude aus. Seit 1957 dient das Haus als Jugendherberge und internationale Begegnungsstätte. Damit bleibt es lebendiges Zentrum des Rothenburger Spitalviertels und Wahrzeichen des mittelalterlichen Rothenburgs als "Mühle ohne Bach". Zu Zeiten kriegerischer Belagerung oder großer Trockenheit, wenn die Mühlen im Tal nicht arbeiten konnten, war die Roßmühle von größter Bedeutung für die Ernährung der Stadt. Das ganz aus Stein und mit mächtigen Stützpfeilern errichtete Gebäuder trug ein gewaltiges Dachtragwerk. Es besaß eine freitragende Decke über einer quadratischen Grundfläche von 18 mal 18 Metern. Auf  der Höhe des ersten Stockes trieben die Pferde im Rundlauf die genau in der Mitte des Hauses stehende Antriebsachse (Wellbaum) an. Ein Getriebe aus Holz (Kammrad und Triller) übertrug die Antriebskraft zu den Mahlwerken im Erdgeschoss der Mühle. Hier war auch der Gerbgang eingerichtet, ein Steinmahlwerk, die die in Süddeutschland weit verbreitete Getreidesorte Dinkel schälen kann. Große Sorgfalt in der Planung und gute Kontakte zu den Nachbarstädten Nürnberg, Dinkelsbühl, Nördlingen und Bad Windsheim, die ihr technisches Wissen preisgaben, führten zum Bau dieser, der größten Mühle im süddeutschen Raum. Selbst aus Frankreich kamen Anfragen nach den Planungsunterlagen der Mühle. "Eine Kirche ohne Dach Eine Mühle ohne Bach Eine Brücke über den Rain Das kann nur Rothenburg ob der Tauber sein!"
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