Die Steinmühle Die Steinmühle war eine städtisch bäuerliche Mühle aus dem 12. Jahrhundert. Sie gilt als die älteste Mühle Mühle Rothenburgs, deren ursprünglicher Name "Bruckenmühle" lautete.  Mit ihrer Lage zwischen zwei, für den Handel wichtigen Flussübergängen, hinter der Eselsbrücke und vor der einzigartigen Doppelbrücke, nimmt die eine Sonderstellung unter Rothenburgs Mühlen ein. Mit dem Bau einer frei stehenden Sägemühle erfuhr sie bereits um 1650 eine beachtliche funktionale Erweiterung. Um 1920 erfolgte die Modernisierung der Mühle zur Kunstmühle. Bis 1980 war sie als Getreidemühle in Betrieb. Heute dient das Mühlengebäude als Wohnhaus. Um 1650 liefen sechs Wasserräder ind er Mühle, die eine Gerbgang, ein Mahlwerk zum Schälen von Dinkel, besaß. Nach ihrer Modernisierung im 20. Jahrhundert trieb ein goßes Wasserrad die gesamte Mühle mit 4 Walzenstühlen und einem Stenmahlgang zum Schroten (dem groben zermahlen von Korn), an. Typisch für alle Mühlen der Gegend ist die Vereinigung von Mahlraum und dem Wohnbereich der Müllerfamilie unter einem Dach. Die überwiegend landwirtschaftlichen Nebengebäude sind einer Burg gleich zum Schutz der Bewohner um einen Innenhof angeordnet. "Der Mühlbau steht noch in gesundem Stand, hat 4 Mahl und einen Gerbgang" (Mühlenbeschreibung von 1710) Details zur Besitz- und Namensgeschichte der Steinmühle: Nach Professor Dr. Borchardt wird die Steinmühle je nach Besitzverhältnissen auch genannt bzw. ist identisch mit: - Baumgartsmühle - Mühle „hinter der altenpurk“ - Mühle „bei dem Kaiserstuhl“ - Mühle der Bullensteinin  (hier könnte der Name Steinmühle herrühren) - Mühle des Peter Hirsching genannt. Was Dr. Helmut Weigel schon 1921 in seinem Buch „Die Deutschordenskomturei Rothenburg ob der Tauber im Mittelalter“ nachgewiesen hat, bestätigt Prof. Borchardt in seiner Arbeit „Die geistlichen Institutionen in der Reichstadt Rothenburg ….“ 1988. Am 4. Januar 1336 kauft der Deutsche Orden für einen Preis von 54 lb h (Pfund Heller) von der überschuldeten Deutschordenkommende Archshofen eine Gült – das heißt, die Mühle ist vom Orden verpachtet, die Gelder fließen jetzt nach Rothenburg an den Deutschen Orden und nicht mehr nach Archshofen.
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